Fachärzte für Augenheilkunde

Dr. med. Jens Hölscher      Dr. med. Birgit Benninghoff

Textfeld: Der Graue Star
Die Katarakt

Da mit der Entfernung der Linse dem Auge ein Teil seines optischen Systems entfernt wird, muss man dieses Defizit wieder ausgleichen. Hier gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten: - Starbrille, - Kontaktlinse und - intraokulare Linse (eine ins Auge gepflanzte Kunstlinse). Die letztere Möglichkeit ist die idealste, da sie den natürlichen Bedingungen am nächsten kommt. Die intraokularen Linsen werden nach ihrem Implantationsort unterschieden. So kann man unterteilen in Vorderkammerlinsen, irisgetragene Linsen und Hinterkammerlinsen. Die Implantation einer Hinterkammerlinse in den Kapselsack stellt heutzutage die Methode der Wahl bei der Staroperation dar. In Ausnahmefällen ist diese Operationsform jedoch nicht möglich, so dass dann auf Alternativen zurückgegriffen werden muss. Die intraokularen Linsen bestehen meistens aus Poly-Methyl-Meth-Acrylat (PMMA), was dem besser bekannten Plexiglas entspricht. Vermehrt werden auch Kunstlinsen aus Silikonen und Hydrogelen eingepflanzt. Weil die Kunstlinsen starr sind, können sie die Funktion der menschlichen Linse, nämlich die Akkommodation, nicht übernehmen. Daher benötigt man auch nach der Staroperation eine Brille, in der Regel vor allem zum Lesen. Daher haben die Hersteller neben den herkömmlichen Linsen mit einer einzigen Brechungsstärke inzwischen auch Linsen mit zwei oder mehreren Brennpunkten entwickelt, die so genannten Multifokallinsen. Häufig kommt man dann im täglichen Leben ohne Brille aus, nachteilig können jedoch vermehrte Blendungserscheinungen und eine verminderte Kontrastsehschärfe sein. Eine implantierte Linse verbleibt lebenslang im Auge, sie muss daher nicht später ersetzt bzw. ausgetauscht werden.

Nach einer Kataraktoperation ist im Laufe der nächsten Wochen im Wesentlichen auf folgendes zu achten:

· keine körperliche Schwerstarbeit

· kein Leistungssport

· keine Saunagänge

· nicht schwimmen oder baden gehen

· kein Druck auf das Auge

eine neue Brille kann nach ca. 4-6 Wochen angepasst werden

 

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Unter Katarakt oder grauem Star werden Augenkrankheiten, die durch eine Trübung der Augenlinse gekennzeichnet sind, zusammengefasst. Die Katarakt ist weltweit die häufigste Erblindungsursache, wobei es sich in 90% der Fälle um eine Alterskatarakt handelt. Selten entsteht eine Katarakt nach Augenverletzung oder Strahleneinwirkung, als Medikamentennebenwirkung, bei Diabetes mellitus oder angeboren nach einer vorgeburtlichen Infektion (z.B. Röteln). Symptome sind langsam zunehmende Sehstörungen und starke Blendungserscheinungen. Außerdem geben die Patienten im fortgeschrittenen Stadium an, wie durch ein Milchglas zu sehen. Therapie der Wahl ist die Operation in örtlicher Betäubung, die heutzutage bei geringem Operationsrisiko sehr gute Erfolge hat    

        

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Überblick

Linsenersatz

Mit einer Gesamtrate von 1 bis 3 Prozent ist die Wahrscheinlichkeit einer Komplikation durch die Kataraktoperation sehr gering, und die meisten Komplikationen lassen sich gut behandeln. Extrem selten, aber sehr gefürchtet sind während der Operation so genannte expulsive Blutungen aus der Aderhaut ins Augeninnere oder eine Infektion des Auges durch eingeschleppte Keime, die in den ersten Tagen nach der Operation auftritt. Häufiger bildet sich postoperativ ein so genannter Nachstar. Dieser tritt ausschließlich bei der extrakapsulären Operationsmethode auf, da es sich um ein Eintrübung der im Auge verbliebenen hinteren Linsenkapsel handelt. Meistens kann der Nachstar mit einer Laserbehandlung entfernt werden, indem mit dem Laser ein Loch in die hintere Kapsel gesprengt wird.

 

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Komplikationen der Operation

Eine gesicherte medikamentöse Therapie zur Rückbildung der Katarakt gibt es nicht. Um eine Verbesserung der Sehkraft zu erreichen, muss eine Operation erfolgen.Die Kataraktoperation ist heute eines der sichersten Operationsverfahren überhaupt. Mit Abstand ist sie unter allen Operationen, sei es in der Allgemeinchirurgie oder in anderen operativen Disziplinen, weltweit der absolute Spitzenreiter. Das Prinzip einer Kataraktoperation ist es, durch das Entfernen der eingetrübten Linse die frühere Sehschärfe wieder herzustellen. Die Risiken einer Staroperation sind heute so gering, dass man nicht mehr abwarten muss, bis eine rein medizinische Indikation zur Linsenentfernung gegeben ist. Der Zeitpunkt der Operation sollte vom Wunsch des Patienten und seiner Beeinträchtigung im täglichen Leben abhängig gemacht werden. Eine Ausnahme stellt die angeborenen Katarakt dar, bei der der Zeitpunkt der Operation möglichst bald nach der Diagnosestellung gewählt werden sollte. In der Regel wird die Staroperation unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei einem geübten Operateur dauert sie häufig nicht länger als 15 bis 20 Minuten. Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten der Linsenentfernung: die intrakapsuläre und die extrakapsuläre Operationstechnik.

intrakapsulär

Bei der intrakapsulären Methode wird die Linse komplett mitsamt ihrer Kapsel aus dem Auge entfernt. Diese Technik wird nur noch selten angewandt, da mögliche Komplikationen häufiger sind als bei der extrakapsulären Linsenentfernung. In erster Linie benutzt man diese Methode, wenn Kontraindikationen gegen die extrakapsuläre Methode sprechen.

Extrakapsulär

Bei der extrakapsulären Operation wird die vordere Linsenkapsel eröffnet, um anschließend das Innere der Linse zu entfernen, während der Operateur die hintere Kapselwand bestehen lässt. So bleibt dem Auge die natürliche Barriere zwischen hinterem und vorderem Augenabschnitt erhalten. Die modernste Form der extrakapsulären Operationstechnik ist die so genannte Phakoemulsifikation. Dabei wird der Linsenkern durch Ultraschall zerkleinert und anschließend abgesaugt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Therapie

Da es sich bei der Katarakt um einen langsam fortschreitenden Prozess handelt, fühlt sich der Patient häufig erst in einem späten Stadium beeinträchtigt. Die Umwelt erscheint unscharf und matt, verschleiert und verzerrt. Kontraste verlieren an Schärfe, Farben an Leuchtkraft. Irgendwann hat man das Gefühl, alles durch ein Milchglas zu betrachten. Einige Patienten klagen zunächst über starke Blendungserscheinungen bei Sonne oder im Gegenlicht, wie bei nachts entgegenkommenden Autoscheinwerfern. Andere stellen erfreut fest, dass sie plötzlich ohne ihre Lesebrille auskommen. Dies liegt an einer Veränderung der Brechungseigenschaft der Linse durch die Linsentrübung; der Betroffene wird kurzsichtiger, wodurch seine Alterssichtigkeit zunächst kompensiert wird. Gelegentlich können auch Doppelbilder auftreten

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Symptome

Linsentrübung die operativ entfernt werden kann

Unter Katarakt oder grauem Star werden Augenkrankheiten, die durch eine Trübung der Augenlinse gekennzeichnet sind, zusammengefasst. Die Katarakt ist weltweit die häufigste Erblindungsursache, wobei es sich in 90% der Fälle um eine Alterskatarakt handelt. Selten entsteht eine Katarakt nach Augenverletzung oder Strahleneinwirkung, als Medikamentennebenwirkung, bei Diabetes mellitus oder angeboren nach einer vorgeburtlichen Infektion (z.B. Röteln). Symptome sind langsam zunehmende Sehstörungen und starke Blendungserscheinungen. Außerdem geben die Patienten im fortgeschrittenen Stadium an, wie durch ein Milchglas zu sehen. Therapie der Wahl ist die Operation in örtlicher Betäubung, die heutzutage bei geringem Operationsrisiko sehr gute Erfolge hat    

        

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46562 Voerde